Klinik für Geriatrie

Clown Knuddel

Clown Knuddel bringt Farbe in die Klinik für Geriatrie
Weitere Förderer für neues Projekt gesucht

Clown
Damit Dorothea Kromphardt auch in Zukunft als Clown die Patienten der
Klinik für Geriatrie erfreuen kann, werden Förderer gesucht. Foto:
Schleenvoigt / UKJ

 

Jena (ukj/as). Wie eine kleine Kaffeemühle sieht die Spieluhr aus. Als die Patientin daran
dreht, ertönt eine leise Melodie. Einen ganzen Koffer voller Spieluhren hat Knuddel dabei, als
er die ältere Dame in der Klinik für Geriatrie besucht. Mit feuerroten Haaren, grünen Schuhen
und einer karierten Latzhose bringt der Clown nicht nur Musik, sondern auch Farbe ins
Patientenzimmer.
Seit mehr als 13 Jahren ist Dorothea Kromphardt als Klinikclown Knuddel im Einsatz. Bisher
allerdings nur in der Kinderklinik des Universitätsklinikums Jena (UKJ). Dass sie jetzt auch
einmal in der Woche in der Klinik für Geriatrie die meist über 70-jährigen Patienten besucht,
ist Dr. Anja Kwetkat zu verdanken. „Wir freuen uns sehr, dass der Förderverein des
Klinikums und die Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland den Besuch des Clowns auf
unseren Stationen möglich gemacht haben“, sagt Kwetkat, die die Klinik für Geriatrie leitet.
Allerdings reicht die finanzielle Unterstützung noch nicht für das gesamte Jahr. Damit
Knuddel auch langfristig Teil des Klinikalltags in der Geriatrie sein kann, werden nun weitere
Förderer für das Projekt gesucht.
„Viele Menschen, denen ich hier begegne, haben eine sehr klassische Vorstellung von einem
Clown“, sagt Dorothea Kromphardt. Die älteren Damen und Herren empfinden Knuddels
Anwesenheit meist äußerst positiv. Dabei geht es Kromphardt nicht nur darum, ihr Gegenüber
zum Lachen zu bringen. „Viele haben einen großen Redebedarf.“ Dann ist Knuddel vor allem
ein guter Zuhörer. Auch schwere Themen können mit einem Clown leichter besprochen
werden. „Man kommt viel schneller zum Punkt“, beschreibt Dorothea Kromphardt.
„Nach den ersten Besuchen bestätigt sich die erwartete positive Wirkung des Clowns auch für
die geriatrischen Patienten“, so Dr. Kwetkat. Diese müssen im Laufe ihres stationären
Aufenthaltes immer wieder Angst besetzte Situationen erleben – sei es direkt durch die
Erkrankung bedingt oder durch das Ausmaß der funktionellen Defizite, die ein
selbstbestimmtes Leben nicht mehr erlauben.
Im Wechsel schaut Dorothea Kromphardt auf den Stationen 1 und 2 vorbei. Aus zufälligen
Begegnungen im Flur zaubert sie wertvolle Momente. Wenn es ihnen recht ist, besucht
Knuddel die Patienten in ihren Zimmern. „Wenn es mir dort etwas kahl erscheint, lasse ich
etwas da“, sagt der Clown lächelnd, pustet lange, dünne Luftballons auf, knotet sie flink zu
einer großen Blume zusammen und befestigt den Farbtupfer am Patientenbett.

 

Clown Flyer






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